Wikipedia im Website-Ranking erstmals in den Top 100
Posted on | März 26, 2005 | No Comments
Die Wikipedia hat es, zumindest nach einer Statistik von alexa, diese Woche erstmals unter die Top 100 aller Websites geschafft. Zeitgleich wurde auf der englischsprachigen Wikipedia der 500.000 Artikel veröffentlicht.
Umfrage zur Wikipedia
Posted on | März 26, 2005 | No Comments
Die Universität Würzburg hat eine Umfrage unter aktiven Wikipedianern gestartet und freut sich sicherlich über eine hohe Beteiligung. Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen wird die Umfrage bald, vorraussichtlich im April, auch ins Englische übersetzt.
Upload Service
Posted on | März 26, 2005 | No Comments
Immer wieder höre ich, Wikimedia Commons wäre so umständlich und das Hochladen würde so ewig lang dauern. Eloquence bietet jetzt einen Upload Service und andere haben sich bereits angeschlossen.
Service: 1+
Wikipedia DVD vor der Veröffentlichung
Posted on | März 26, 2005 | No Comments
So, keine Woche mehr bis die Wikipedia-DVD erscheinen soll, bis wir die Ergebnisse der harten Arbeit begutachten können. Und bereits jetzt ist der aktuelle Verkaufsrang bei Amazon.de 31. Ich bin gespannt, wie sich das die nächsten Tage weiter entwickelt!
Wikimedia bloggt jetzt auch offiziell
Posted on | März 12, 2005 | No Comments
Die Info ist zwar nicht mehr brandneu, sollte hier aber dennoch erwähnt werden: Wikimedia Deutschland – die deutsche Sektion des Wikipedia-Betreibers Wikimedia Foundation bloggt jetzt auch. Im Gegensatz zu den hiesigen Postings findet man dort in erster Linie Mitteilungen offizieller Natur: http://www.wikimedia.de.
Da wir es uns im Normalfall ersparen werden, hier alles zu wiederholen, zu kommentieren bzw. zu verlinken (schließlich sind alle derzeitigen Autoren von RecentChanges auch im Vorstand von Wikimedia Deutschland e.V.), solltet Ihr den Feed unbedingt abonnieren.
Offener Brief einiger Wikipedianer an SpOn
Posted on | März 9, 2005 | 1 Comment
Spiegel Online lernt dazu. Beim letzten Fall hatte man die Übernahme von Wikipedia-Inhalten ohne Nennung und Beachtung der GFDL noch versucht, durch den Satz Weitere Erklärungen von Firmennamen finden Sie in der englischen Ausgabe der Web-Enzyklopädie Wikipedia zu heilen. Diesmal entfernte die Redaktion den ganzen Artikel und ersetzte ihn durch eine lesenswerte Entschuldigung. Hält sich Spiegel Online vielleicht schon beim nächsten Mal gleich an die Lizenz? Diese Hoffnung haben zumindest einige aktive Wikipedianer, die mit einem Offenen Brief auf die Entschuldigung reagieren.
Sehr geehrter Herr Müller von Blumencron,
liebe Chefredaktion von Spiegel Online,wir, Nutzerinnen und Nutzer aus der deutschsprachigen Wikipedia, sind positiv überrascht und erfreut über den Text “Bedauerlicher Fehler bei SPIEGEL ONLINE“. Wir begrüßen den offenen Umgang von Spiegel Online mit der Problematik um den Hintergrund-Artikel, der dort bis vorgestern gestanden hat. Dieser offene Brief soll frei sein von Häme und Spott, sondern unsere Zufriedenheit vermitteln, dass Spiegel Online hier klare Worte gefunden hat.
Wie Sie wissen, hätte mit der kurzen Quellenangabe der Text problemlos auf spiegel.de stehen können, auch mit den Modifikationen aus Ihrem Hause. Diesen Weg wählte bereits mehrfach die Nachrichtenagentur ddp, die bei aktuellen Debatten Inhalte aus der Wikipedia als Hintergrund-Text über die Leitungen schickt. Der Herkunftsnachweis ist nicht
dramatisch länger als “Peter Zschunke, AP”, wie er unter einigen Texten auf spiegel.de zu finden ist. Es ist uns allerdings durchaus bewusst, dass ein solches Procedere aus Sicht von klassischen Medien nicht wirklich naheliegend erscheint. Insofern möchten wir Sie zwar dazu einladen, Sie aber nicht bedrängen.Dass Spiegel Online Wikipedia-Inhalte nutzt, ist an sich eine großartige Nachricht, denn genau für diesen Zweck wurden sie geschrieben. Dieser Brief ist auch die ehrliche Einladung, auch künftig auf den Leistungen der Wikipedianer aufzubauen. Ein derartiges Beispiel ist die intensive Nutzung der Wikipedia für Hintergrundinformationen zu den Artikeln des Onlineangebotes der Rhein-Zeitung.
Spiegel Online und das Spiegel Magazin haben die Entwicklung der Wikipedia seit einiger Zeit wohlwollend und recht detailliert begleitet. Neue Autorinnen und Autoren fanden so den Weg zu uns. Engagierte Medien haben dazu beigetragen, daß wir heute dort stehen, wo wir sind.
Der deutsche Wikimedia-Verein als Förderverein der Wikimedia-Projekte steht Ihnen jederzeit zur Verfügung und wir würden uns über ein Gespräch freuen, da wir glauben, dass dies die Abläufe verbessern könnte, sollte wieder einmal Unklarheit über einen Text herrschen, der auf einer unserer beiden Seiten auftaucht.
Mit freundlichen Grüßen,
Mathias Schindler, Bdk, JensMueller, Unscheinbar, Avatar, akl, southpark, Leon, Arnomane, Kurt Jansson, APPER, Fantasy, tsor, darina, finanzer, da didi, Perrak, vurt, Filzstift, Magnus Manske
Wikipedia jetzt auch zum Kauen
Posted on | März 7, 2005 | 2 Comments
Was tun, wenn vor lauter Wissenslücken mal wieder der Schädel brummt? Acetylsalicylsäure? Paracetamol? Bitte nicht! Dr. Sans, der Arzt dem die Wikipedianer vertrauen, empfiehlt als Patentrezept Wissen Direkt:
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Enzyklopädisten – oder Sie werfen sich einfach mal eine ein.
Zeitgeist
Posted on | Februar 17, 2005 | 2 Comments
Wenn das mal nicht der Beleg dafür ist, dass die Wikipedia auf der Höhe der Zeit ist: Im Januar 2005 findet sich Wikipedia auf Platz 8 des deutschen Google Zeitgeist. In den Top-Ten finden sich außerdem tsunami, george bush, firefox, schnappi, rudolph moshammer, saturn, angelina jolie, ikea und flutkatastrophe.
via Martin Maurer auf [Wikide-l]
Die Google-Story: Wikimedia und das Kommunikations-Dilemma
Posted on | Februar 11, 2005 | 6 Comments
Heute war mal wieder Wikipedia-Tag in der internationalen Online-Fachpresse. Als einer der Pressesprecher des Projektes sollte man sich eigentlich darüber freuen, aber richtige Freude mag bei mir nicht aufkommen. Denn die Geschichte hat einen üblen Beigeschmack – nicht die Nachricht (in der die medial offenbar höchst interessanten Namen Wikipedia und Google auftauchen) an sich, sondern wie sie Verbreitung gefunden hat.
Es begann alles mit einer kurzen Notiz von Angela in einem Wiki. Bei diesem Wiki handelt es sich zwar um ein Angebot der Wikimedia Foundation, aber es ist im Gegensatz zur Offiziellen Website ein echtes Wiki, also ein offenes System, in dem Jedermann schreiben kann.
Mathias Schindler hat den Verlauf der Nachricht dokumentiert: vom Blog über Slashdot bis hin zu deutschsprachigen Medien wie heise online.
Beunruhigend daran sind vor allem zwei Dinge:
- Offenbar hat kein einziger Journalist den Inhalt der Meta-Wiki-Seite überprüft, zumindest sind mir keinerlei Rückfragen bei der Wikimedia Foundation oder bei Wikimedia Deutschland bekannt.
- Die Wikimedia Foundation hat offenbar keinen Weg, um die Community in Entscheidungen einzubinden, ohne dass das ganze gleich in der Presse breitgetreten wird – Verfälschungen der eigentlichen Information inbegriffen.
Der erste Punkt ist ein Problem, das wohl die Journalisten lösen müssen. Man könnte den Lernprozess eventuell beschleunigen, indem man mal bewusst Falschinformationen im Meta-Wiki einstellt, das ganze in einem Blog zitiert und dann darauf wartet, dass Slashdot das aufgreift (wer auf schnöden Mammon steht, könnte vorher auch noch mit einem Börsenmakler telefonieren). Wer jetzt denkt, sowas sei nicht in Ordnung, möge sich an die Versuche erinnern, Falschinformationen in die Wikipedia einzuschleusen.
Das größere Problem ist allerdings der fehlende vertrauliche Kommunikationskanal zwischen offiziellen Wikimedia-Vertretern und der Community. Wikimedia steckt in einem Dilemma: Einerseits möchte man die Community auch über ungelegte Eier informieren, um sie nach ihrer Meinung zu fragen, andererseits eignen sich einige Themen nicht für die Öffentlichkeit. Ob das für den oben genannten Fall gilt, sei mal dahingestellt. Ich hoffe nur, dass eine eventuelle Zusammenarbeit von diesem – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt ungewollten – Pressewirbel nicht behindert wird.
Die Zeiten, in denen man im Meta-Wiki, auf den Mailinglisten oder im IRC offen und spontan über die Zukunft des Projektes philosophieren konnte, scheinen jedenfalls vorbei. Schade.
Wikipedia critic reviewed
Posted on | Februar 3, 2005 | No Comments
Walt Crawford hat in der Februar-Ausgabe von Cites & Insights eine ziemlich gute Übersicht über Kritik an der Wikipedia geschrieben. Er enthält eine Zusammenfassung von Larry Sangers Kritik und den Reaktionen darauf sowie viele weitere Meinungen aus der Blogosphäre und Bibliotheksszene. Wer sich also nicht selbst durch Hunderte von vollgetrollten Kommentaren zur Qualität von Wikipedia kämpfen möchte und Interesse an einem gesunden Blick von Außen hat, dem sei der Artikel empfohlen (Ausgabe 3/2005, Seite 11-19)