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Das Leben ist ein Wiki

Neue Qualitätsstandards

Soll noch einer sagen, die Wikipedianer hätten aus der ganzen Aufregung rund um den John-Seigenthaler-Artikel nichts gelernt. Eine Weile lang schien es noch, als würde die Affäre nur die englischsprachige Wikipedia betreffen. Doch nach dem keineswegs realitätskonformen Frühableben von Bertrand Meyer wurde auch in unserem Sprachraum eine Lawine losgetreten, wie man sich hier überzeugen kann. Nun sind auch die letzten Mitglieder der Wikipedia-Community wachgerüttelt und setzen sich mit aller Kraft dafür ein, dass sich solche Zwischenfälle nicht mehr wiederholen können. Sehr schön wird das im Artikel über Hanspeter Latour sichtbar. Am 2. Januar, Punkt 23:57 Uhr, vermeldete ein anonymer Autor, dass der Schweizer Fußballtrainer vom Grasshopper-Club Zürich zum 1.FC Köln wechselt, und das ganz ohne dass bei der Wikipedia-Redaktion eine notariell beglaubigte Bestätigung in dreifacher Ausführung vorlag. Zum Glück sind unsere Aufpasser nicht nur aufmerksam, sondern auch geduldig, und so gab es insgesamt 17 (in Zahlen: 17) Reverts, mit welchen die höchst spekulative Meldung, welche bislang nur von den Grasshoppers und diversen deutschen Nachrichtensendern bestätigt war, aus der Wikipedia verbannt wurde. Am Folgetag um 14 Uhr traten dann gewisse Ermüdungserscheinungen auf, und nach einer Pressekonferenz des FCK war der Damm gebrochen, der Trainerwechsel blieb im Artikel drin. Jetzt müssen wir hoffen, dass die Pressekonferenz kein Hoax war.. (Danke an Zumbo für den Eintrag im Kurier)

2 Kommentare

  1. Ein funktionierendes Wikinews-Projekt könnte vielleicht den allzu großen Aktualitätsdruck mancher Wikipedianer in andere Bahnen lenken.

  2. Was funktioniert an Wikinews denn nicht?

    da didi